Marente de Moor (geboren 1972) studierte Slawistik und lebte in den neunziger Jahren in Russland, wo sie als Korrespondentin für die russische und niederländische Presse arbeitete. Ihre Kolumnen über den absurden Alltag in St. Petersburg erschienen 1999 als Buch unter dem Titel Petersburgse vertellingen (Petersburger Geschichten). Nach ihrer Rückkehr in die Niederlande arbeitete sie bei der Wochenzeitschrift HP/De Tijd. Ihr gefeiertes Romandebut De overtreder (2007) erschien in der Übersetzung von Waltraud Hüsmert 2010 bei Suhrkamp unter dem Titel Amsterdam und zurück. Seit 2009 schreibt sie wöchentlich eine Kolumne für die politische Wochenzeitschrift Vrij Nederland. Im Herbst 2010 kam ihr zweiter Roman heraus, De Nederlandse maagd (Die Niederländische Jungfrau), ein Roman mit historischen Bezügen. In 2011 gewann sie für diesen Roman den Ako- Literatuurprijs’, der wichtigste niederländische Literaturpreis. Die Jury unter Vorsitz des früheren Justizministers Ernst Hirsch-Ballin lobte das Werk als “subtilen und sinnlichen Roman über die Narben, die ein Krieg hinterlassen kann, mit einer Aussagekraft, die auch heute noch relevant ist.”

‘ Ein beeindruckender Galopp auf dem schmalen Grat zwischen Ernst Jünger und Leo Tolstoi (...) Ihre Naturmetaphern sind von animalischer Kraft, ihre Reflexionen so klug wie eigenwillig, und wie sie die schwüle Gewitteratmosphäre am Vorabend des Zweiten Weltkriegs beschwört, zeugt von großer Erzählkunst.’ (Martin Halter, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

‘ Mit Marente de Moor hat die niederländische Literatur eine sehr originelle Schriftstellerin gewonnen, eine Autorin mit scheinbar unerschöpflicher Phantasie, die hoffentlich noch viele Romane schreiben wird, die genauso mitreißend sind.’ (Trouw über Die Niederländische Jungfrau)

‘ Die unheilvolle Stimmung, moralische Dilemmata und heftige Leidenschaften evoziert sie in einer wunderschönen Sprache. […] Meisterhaft erhält sie die Spannung aufrecht, bis das Damoklesschwert fällt. Willem Frederik Hermans revisited.’ (NRC Handelsblad über Die Niederländische Jungfrau)

‘ Amsterdam und zurück liest sich wie ein Traum, der in einen langen Rausch übergeht. […] De Moor kann schreiben, hat einen reichen Wortschatz und wagt zu fabulieren, wie dieses seltsam reife Debüt beweist.’ (VN über Amsterdam und zurück)

Die Süddeutsche Zeitung bespricht Marente de Moor mit großer Sympathie.